Segeljournal des TV-Haßloch

Segeljournal

Interessante Themen zum Segelsport, wie z. B. Seekrankheit

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Weltrekord: Joyon segelt in 57 Tagen um die Welt

Der Franzose Francis Joyon hat einen Fabel-Weltrekord im Langstreckensegeln aufgestellt. Der 51-Jährige umrundete die Erde mit dem knapp 30 Meter langen Trimaran 'IDEC' in 57 Tagen 13 Stunden 34 Minuten und 6 Sekunden

Am 20.1. erreichte er den Start- und Zielort Brest an der französischen Atlantik-Küste. Damit unterbot Joyon die alte Bestmarke der Britin Ellen MacArthur (71 Tage, 14 Stunden, 18 Minuten, 33 Sekunden) aus dem Jahr 2005 um gut 14 Tage.

Für die Fachwelt ist die neue Rekordzeit für die 26 000 Seemeilen (48 152 Kilometer) lange Distanz eine Sensation. Als 1994 die Jules-Verne-Trophy ins Leben gerufen wurde, glaubte kaum jemand, mit einem Segelschiff in weniger als 80 Tagen die Erde umrunden zu können. Die 'IDEC' von Joyon, deren 32 Meter hoher Mast 520 Quadratmeter Segeltuch trägt, kann Geschwindigkeiten bis zu 40 Knoten (74 Kilometer pro Stunde) erreichen. 'Dieses Schiff hat ein unglaubliches Potenzial. Es macht einen Riesenspaß, damit zu segeln', sagte Joyon, der Eisberge im Südpolarmeer passieren, Stürmen und Orkanen trotzen und nach günstigen Winden am Äquator suchen musste.

Noch vor wenigen Tagen war der Rekord allerdings in Gefahr. Die Verbindung der Steuerbord-Want, eine Halterung für den Mast, drohte sich zu lösen. Joyon musste bei starkem Seegang den Mast hinaufklettern und den Defekt beheben. Dabei verletzte sich der dreifache Familienvater am Sprunggelenk. Fünf Mastgänge waren nötig, bis die Reparatur Erfolg hatte.

 

GPS bleibt genau

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo hat sich ja bekanntlich vorerst in die Weiten des Alls verabschiedet.

Um so erfreulicher daher die Meldung, dass die USA bei neuen GPS-Satelliten die Möglichkeit, Signale künstlich zu "verschlechtern", um gwollt Ungenauigkeiten hervorzurufen, nicht mehr vorsehen will.

 

Segeln ist keine Frage des Alters,

denn Mike Perham ist der jüngste Mensch, der jemals solo über den Atlantik gesegelt ist. Der 14 jährige britische Schüler benötigte 38 Tage für die 3500 Meilen von Gibraltar nach Antigua. Begleitet wurde er von seinem Vater, der ihm mit einer zweiten Yacht folgte und permanent Funkkontakt hielt.

Denn Kurt Fischer, ehemaliger HSV Mannschaftsarzt, nahm 2003 mit 86 Jahren als ältester Teilnehmer an der Daimler-Crysler North Atlantic Challenge teil.

 

Wussten Sie,warum man am Ruder nicht rudert ?

Klar, das wissen Sie. Wer auf einem Segelboot am Ruder ist, der steuert das Schiff. Er heißt Rudergänger oder Steuermann. Wer rudert, der sitzt jedenfalls nicht am Ruder, sondern am Riemen oder Skull. Nur ganz selten rudern auch Segler – und zwar bei Flaute. Echte Ruderer nennen das zwar Paddeln, aber Hauptsache, man kommt vom Fleck. Da darf dann im Prinzip auch der Rudergänger mal rudern. Bleibt dann nur die Frage. Wer steuert ... ?

 

Schwimmende Freunde brauchen Hilfe

2007 ist das Jahr des Delfins: 34 Arten leben davon in den Meeren. Viele der schwimmenden  Freunde sind bedroht. Die Vereinten Nationen wollen die Meeressäuger besser schützen und neue Initiativen dazu anstoßen. Der Fürst von Monaco ist der Schirmherr der Kampagne, an der sich jeder beteiligen kann. Für Segler fast eine Pflicht, seinen schwimmenden Freunden zu helfen. 

Mehr unter http://www.wdcs-de.org

Und wer Lust hat sich an einem wissenschaftlich orientierten Törn zu den Meeressäugern im Mittelmeer zu beteiligen kann dazu unter http://www.lamar-reisen.de mehr erfahren.

 

Segeln im Rausch der Geschwindigkeit

50 Knoten. Also gut 90 Km/h, gelten als die magische Grenze, an der sich schon seit Jahren Segler die Zähne ausbeißen. Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Grenze erreicht ist. Mit einem normalen Schiff ist das natürlich nicht zu schaffen. Das erfordert Spezialkonstruktionen mit festen Flügeln. Die Hydroptere – ein Trimeran – ist dem den 50 Knoten schon ganz nahe. Wer zusehen will, wie dieser Trymeran übers Wasser fliegt kann sich ein aktuelles Vidoe unter http://www.hydroptere.com ansehen.

 

Ein Faden an Bord dient nicht zum Nähen!

Der Faden ist in der Seemannssprache ein Längenmaß. Seine Ursprünge hat er im Lateinischen, entstand über das althochdeutsche fadum und englische fathom. Damit bezeichnet man ein Maß, das bei ausgebreiteten Armen von Fingerspitze zu Fingerspitze reicht (was man also fassen kann). Später hat man es normiert: 1 Faden (abgekürzt fm) sind 1,829 Meter. Bei der Marine und in der englischen Schifffahrt berechnet man die Tiefe der See immer noch nach Faden. Ursprünglich ließ man dafür ein angeseiltes Bleilot ins Wasser bis zum Grund sinken und maß die Länge des "Fadens", was im Zeitalter des Ultraschalls natürlich nicht mehr erforderlich ist.

Übrigens: Der Schriftsteller Mark Twain (eigentlich Samuel Langhorne Clemens) wählte seinen Künstlernamen - in Erinnerung an seinen früheren Job als Lotse auf dem Mississippi - nach dem Ruf "mark twain" - also zwei Faden Tiefe. Damit spöttelte er listig über seinen geringen "Tiefgang". 


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